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NO TRANSLATION AVAILABLE Cuttingkurs mit Ute Holm bei Uwe Röschmann in Gainsville/Texas USA von Tamara Knell Sonntag 03.05.2009 Sonntag 9.00 Uhr in Deutschland, drei Greenhorns und ein Cowgirl am Stuttgarter Flughafen mit Tickets in der Hand nach - TEXAS - ! Die Greenhorns - Andy, Herbert und Tamara - sind freudig nervös und aufgeregt, es geht auf große Reise; viel Neues steht uns bevor, angeführt und geleitet von Ute Holm! Sicher und cool bugsiert sie uns durch den Check. Die Wartezeit bis zum Boarding vergeht wie im Flug. Wir steigen in den Flieger und nach knapp 10 Stunden Flugzeit kommen wir ganz entspannt in Atlanta – unserer Zwischenstation -an. Die Koffer werden abgeholt, das Gate gesucht… wir haben Hunger und essen noch etwas. Die nette Bedienung bringt uns die Rechnung und weist uns darauf hin, dass wir acht Dollar vom Rechnungsbetrag abziehen könnten, wenn wir an einer Telefonumfrage teilnehmen und fünf Minuten irgendwelche Fragen beantworten würden. Ute grinst und beißt an –klar – das machen wir! Genug Zeit ist ja. Nur, wo ist Utes US-Telefon? Jetzt ist auch noch das Guthaben leer – also erst einmal das Handy aufladen – und die wollen auch noch die Telefonnummer wissen – wie war die noch mal? Ute schickt eine SMS um die halbe Welt und hofft auf Antwort. In der Zwischenzeit durchforstet Herbert Ute´s Handy und Andy wühlt sich durch die Handypapiere, die Ute aus ihrem mobilen Büro (Handtasche) kramt. Nach einer Weile lächelt Herbert, unter „own Number“ findet er Utes Nummer. Geschafft – das Handy ist mit neuem Guthaben ausgestattet. Ute wählt die Servicenummer, beantwortet gelassen alle Fragen – fünf Minuten können echt lang sein – und erhält den Code! Wir waren uns alle einig, so lange hätten wir nicht durchgehalten. Ute teilt die acht Dollar unter uns auf – für jeden zwei Dollar – Teamwork – sie grinst!
Wir gehen zum Gate und finden uns in einem kleineren Flugzeug wieder- leider waren unsere Plätze durch die ganze Maschine verteilt und wir konnten nicht zusammen sitzen. Bis auf die Landung war es eigentlich ein ereignisloser Flug. Dann aber: Wir befanden uns ca. 70 Meter über der Landebahn, die Räder waren schon draußen und wir bereiteten uns auf die Landung vor. Plötzliches heulten die Turbinen auf, ein Ruck ging durch den Flieger, steil geht es nach oben – wir starten durch! Durch den Lautsprecher erfuhren wir, dass sich eine Maschine unter uns befunden hat – hmm…! Der zweite Landeversuch glückte – Gott sei Dank -und so kamen wir in froher Erwartung und in guter Stimmung an.
Dallas Forth Worth 7.30 pm
Im Mietwagencenter durften wir die texanische Gemütlichkeit genießen und warteten ca. 30 Minuten bis jemand Notiz von uns nahm. Das Auto war schnell gefunden, ein Doge Van mit sieben Sitzen und genug Platz für unser Gepäck und alles was wir einkaufen möchten. Und diese Liste ist lang - die Greenhorns träumen von Boots, Kopfstücken, Jeans, Zügeln, Stiefeln und von einer Gitarre. Unsere Trainerin von einem Sattel und eventuell einem Pferd für Kunden.
Nach eineinhalb Stunden erreichten wir Gainsville, leider hatte das Chilli´s , in dem wir uns mit Uwe Röschman treffen wollten, geschlossen. Und dann kam er – unser Held – locker aus dem Pick Up gesprungen. Wir werden herzlich begrüßt, Uwe hat Miller´s light besorgt…..
Der große Pick Up fährt voran zu unserer Unterkunft der HIDDEN OAK-RANCH etwas ausserhalb von Gainesville, einer 450 Acre Texas Cattle and Horse Ranch. Ein nettes Häuschen wartet auf uns – viel Platz – gemütlich, detailreich und im Westernstil eingerichtet. Wir fühlen uns sofort wohl. Auf der Veranda reicht Uwe jedem ein weiteres Miller´s und wir werden nochmals begrüßt – wir ahnen schon, das wird richtig anstrengend hier!
Ein komisches Heulen im Hintergrund – Uwe grinst – das sind die Kojoten! Auf der anderen Seite staunende Greenhorns, in freudiger Erwartung was da kommen wird.
Montag, 04.05.2009
Nach ca. 5 Stunden Schlaf klingelte unser Wecker, etwas verschlafen fanden wir alle den Weg ins Bad und wieder heraus. Kleine technische Probleme mit der Kaffeemaschine lösten wir mit aufgekochtem Wasser. Der erste Kaffee war etwas dünn, war wohl die amerikanische Variante, der zweite war besser. Dann das erste amerikanische Frühstück, im Oldtimer Ranch Style.
Ute erklärte uns die Speisekarte und wir bestellten. Mit Kaffee satt und frisch gestärkt machten wir uns auf den Weg zur +N Ranch (crossN)wo wir die nächsten Tage im Sattel verbringen werden. Kaum aufgestanden, rief Uwe schon an: wo wir denn blieben – der Tag sei ja schon fast vorbei. Nach nochmaliger Wegbeschreibung und wenige Meilen später sahen wir Uwes Trainingsanlage: “Röschmann Cuttinghorses“ – ein schönes Eingangsschild weist den Weg in die Ranch:
Eine wunderschöne Anlage, idyllisch gelegen, sehr gepflegt, viel Platz für die Pferde und eine tolle große Reithalle. Wir Greenhorns waren hin und weg und auch Ute war ganz begeistert.
Eine weitere Kursteilnehmerin, Petra, stieß zu unserer Gruppe hinzu. Sie hat schon Erfahrung im Cutting gesammelt und präsentiert sogar ihre eigenen Pferde in Deutschland. Nachdem wir Uwe bei der Arbeit zusehen durften und unsere Nasen in die Ställe gesteckt hatten, bekamen wir unsere Pferde. Nach dem Putzen und Satteln der außergewöhnlich gepflegten Pferde, fanden wir uns in der Reithalle ein. Ein besonderer Luxus war, dass man die Seitenwände der Halle teilweise hochfahren konnte und die Halle damit luftig und sehr hell war.
„Die Ponys sind alle sehr erfahrene Cuttingpferde und haben alle schon in irgendwelchen Shows Geld verdient, die kennen ihren Job“ – so vernahmen wir von Uwe und waren sehr beeindruckt, solche tollen Pferde reiten zu dürfen.
Unsere Pferde: Andy : City Spurs ein 12 Jähriger Fuchs Wallach Herbert: Lucky ein 4 Jähriger Bay Wallach Petra: Flo ein 11 Jähriger Bay Wallach Tamara: Pepperonie Rose eine 6 Jährige Blue Roan Stute – Liebe auf den ersten Blick!
Ute erklärte uns noch etliche Basic´s und dann ging es los – an der Cuttingmaschine!
Uwe übernahm die Fernbedienung und schon flitzte das Fähnchen hin und her. Zu dem für uns völlig Neuem musste wir dann auch noch die besondere Motivation durch Uwe aushalten, hier ein kleiner Auszug:
„Tamara, setz deinen Hintern (nett ausgedrückt) in den Sattel, breit (ebenfalls nett ausgedrückt) ist er ja – der passt da rein! Andy war der Waschlappen, der lieber mit dem Pferd auf Schmusekurs ging, als es anzupacken! Herberts nervöse Zuckungen mit den Zügeln wurden kommentiert und die Hand auf das Pad verbannt. Petra hatte Wackelpudding in den Beinen und hörte immer wieder: „Beide Beine, beide Beine oder Kick ihn doch mal der schläft noch“.
So bekamen wir alle unser Fett weg und eine erste Vorstellung vom Cutting – und die verblüffende Erkenntnis: so einfach wie es immer aussieht ist es gar nicht! Wir lachten noch lange über die Bemerkungen von Uwe – die natürlich nie wirklich böse gemeint waren sondern uns tatsächlich motivierten, alles ein wenig schneller umzusetzen.
Uwe pfiff uns per Telefon aus unserer Mittagspause, die wir in Muenster verbrachten, zurück – wir sollen endlich wieder kommen, die Halle sei keine Bushaltestelle.
Die zweite Runde starteten wir etwas langsamer – Ute übernahm die Fernbedienung. So kamen wir zu unseren ersten Erfolgserlebnissen und die Ahnung vom „Cutting“ vertiefte sich etwas. Uwe musste auch gar nicht mehr so viel meckern, manchmal tippte er sich nur an den Hut und schaute zu Boden – wir wussten, das war nicht so gut.
Aber als wir von ihm ein „besser“ vernahmen – waren wir die wohl glücklichsten Greenhörner der Welt, zumindest für den Moment. Als wir unserer Pferde versorgt hatten fuhren wir ins Main Street Pub nach Gainsville zum Abendessen – Steaks und Bier.
Wir Greenhörner waren uns einig – hier gibt es jede Menge zu lernen – packen wir´s an! Gut gesättigt kamen wir gegen 23 Uhr in unser Haus. Ute fiel ein, das sie noch einen Flug nach Houston buchen müsse, den sie am nächsten Tag antreten wollte. Der Computer war mit dieser Spontanität überfordert und das Programm stieg mehrmals aus. Gegen 3 Uhr morgens war es vollbracht. Erschöpft aber sehr, sehr glücklich schliefen wir immerhin fast 4 Stunden.
Dienstag, 05.05.2009
Der Tag begann mit guten Vorsätzen. Pünktlich im Stall sein und um 10 Uhr auf dem Pferd sitzen -- wir hatten es wirklich so geplant ! Kurz nach 8 Uhr sind wir los gefahren, leider war das Danny´s geschlossen . Nach weiteren 30 Minuten erreichten wir unsere zweite Frühstückschance und kamen wieder zu spät! Das Wetter war leider nicht so toll, etwas neblig und immer wieder Regen. So waren wir in der Halle und trafen das erste Mal auf texanische Rinder. Das Wetter nahmen wir gar nicht mehr wahr, so viel Neues gab es zu erfahren. Loyd (ein Original Rancher) gab uns eine Sonderlektion in Rinderkunde und wir erfuhren so einiges über die Rinderrassen wie z.B : Angus, Herford, Mixed, Brangus und Charolais.
Deren Rassemerkmale und Beschaffenheit über die verschiedenen Erkennungsmerkmale eines Rindes und die Begriffe dazu wie: Horned cour, Ring eye, Shit on the side, Baldy, Ballface, Eyebrowns um nur einige wenige zu nennen. Und wieder stellten wir fest, gar nicht so einfach! Wir übten fleissig unsere Trainer bewahrten Geduld und zeigten Nervenstärke! Nachdem Tamara eine Sonderlektion von Uwe bekommen hatte, ging es auch bei ihr besser. Nun konnten wir auch die Begriffe wie Kuhbein und Herdbein besser verstehen und haben einen ersten Eindruck davon bekommen, wie es sich anfühlt, wenn ein Pferd ein Rind cutted. Dann lernten wir auch, was NO GOES bedeuted und vor allem, wie unsere Trainer darauf reagierten, das blieb dann auch im Gedächtnis haften!
Wir haben so einiges falsch gemacht und nicht richtig umgesetzt – doch Ute und Uwe waren sehr geduldig mit uns – und die Pferde verziehen uns unsere Unerfahrenheit. Nach einer kurzen Mittagspause mit Käse, Tomaten und Baguette ging es gestärkt in die nächste Runde. Und siehe da, nachdem wir in der Pause nochmal etwas Theorie nachgesetzt und Erfahrungen ausgetauscht hatten, ging es bei allen besser! Dass z.B. die Rinder so oft gegen andere ersetzt wurden versetzte uns in Erstaunen. Nach dem wir unsere Pferde versorgt hatten fuhren wir Ute zum Flughafen. Ihr Plan: Heute Houston -Morgen zurück! Da wir nun schon mal da waren, wollten wir auch die Stockyards sehen. Utes Wegbeschreibung war schnell vergessen und so irrten die Greenhorns in und um Forth Worth herum. An einem Elektrogeschäft hielten wir an, um einen Steckdosenadapter zu besorgen. Tamara entschloss sich ganz spontan zum Kauf eines Navigationssystems. Nun fanden wir auch die Stockyards und alles war easy going! Dort angekommen, machten wir Bekanntschaft mit einem manuellen Parkautomaten, den wir so gar nicht verstanden – Greenhorn like eben! Jetzt ist alles klar – nach einer Einweisung durch den Parkwächter – haben auch wir es verstanden, das Geld wird in die Schlitze über den jeweiligen Parkplatzummern gesteckt und fällt in die Box dahinter. Da wir so spät ankamen erlebten wir die Stockyards nahezu menschenleer! In einem Steakhaus genossen wir ein Supersteak mit einem Miller´s ligt aus einem eisgekühlten Pokal – der richtig schwer war.
Danach streiften wir noch durch die verlassenen Stockyards und erkundeten die Wege, die die Rinder zu ihrer Verladung gehen mussten. Den Heimweg fanden wir nun ohne Probleme und bei einigen Bierchen ließen wir den Abend ausklingen.
Mittwoch 06.05.2009
Shopping Tag! Der Tag begann wie immer mit Kaffee und langen Listen, voll von Dingen, die wir unbedingt besorgen mussten und noch waren die Geldbeutel gut gefüllt. Uwe war so nett, uns Lorena einen ganzen Tag frei zu stellen. Was nicht selbstverständlich ist, da auf alle mehr Arbeit zu kommt, wenn einer fehlt. An dieser Stelle nochmals Danke dafür! Lorena unser Shopping Guide führte uns zielstrebig und geduldig zu allen Shops.
Auf dem Weg zu Taylors kamen wir an der Manion Ranch vorbei! Herby las das Messingschild:
– fuhr 15 Meter weiter, stoppte hart und sagte: Da muss ich hin! Gesagt getan. Langsam fuhren wir auf den Weg zur Ranch, trafen unmittelbar Kyle Manion, der uns freundlich begrüßte und uns die Tür zu seinem Hengststall öffnete. Dort stand Smart Little Lena neben den anderen Berühmtheiten wie "Im Counting Checks und Smooth As A Cat" Kyle putzte Smart Little Lena für uns und führte ihn am Halfter auf die Stallgasse. Der alte Herr machte trotz seiner 30 Jahren eine blendende Figur.
Der Hengst war erstaunlich gelassen und poste für uns – so bekam jeder ein Foto mit dem Shooting Star. Wir waren beeindruckt von der Herzlichkeit des Empfanges, ein unvergessliches Erlebnis. Nachdem wir dann noch bei Taylors waren, Tamaras Gitarre gekauft und noch nach Weatherford gefahren sind, haben wir Ute vom Flughafen abgeholt. Ute führte uns zu einer Bretterbude, die kein normaler Mensch für ein Seafoodrestaurant gehalten noch jemals betreten hätte. Seafoodville! Utes Empfehlung erwies sich als super und auch die Magaritas waren lecker.
Nach dem Bier im Pub verabschiedete sich Ute früh ins Bett, sie hatte einen anstrengenden Tag!
Die Greenhorns öffeten zu Hause noch einige Bierchen, Andy stimmte Tamaras Gitarre und los ging´s. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hatten die beiden sich schnell eingespielt. Songs wie: Country Roads, Sweet Home Alabama, Father and Son, etc klangen vermutlich über ganz Cowboy Town. Ein langer Tag ging zu Ende und die Greenhorns fielen erschöpft ins Bett.
Donnerstag 07.05.2009
Unser Morgenritual war nun auch schon gefestigt, neben reichlich Kaffee –skypten die Jungs fleissig mit ihren Familien und erzählten die Neuigkeiten des vergangenen Tages. Die Familien der Jungs sind ebenfalls Pferdebegeistert und erlebten so jeden Tag nach, es war sehr deutlich zu spüren – sie wären gerne dabei gewesen. Schnell war klar – der nächste Urlaub wird ein Familienurlaub werden. An dieser Stelle möchten sich die Greenhorns nochmal ausdrücklich bei den zu Hause Gebliebenen bedanken, die tapfer die Stellung hielten und jeden Tag aufs neue unsere Euphorie und Begeisterungsstürme ertragen mussten.
Gegen 11 Uhr saßen wir dann wieder auf den uns mittlerweile schon vertrauten Pferden.
Wir sahen zu, lernten Step by Step Cutting und hatten eine Menge Spaß!
Da das Wetter besser war, hatten wir heute die Möglichkeit, in dem sehr großen Round Pen an den Rindern zu arbeiten. Die Sonne brannte und nach wenigen Stunden hatte jeder irgendwo einen Sonnenbrand.
Es waren immer zwischen 6 und 8 Rindern im Round pen und wurden nach kürzester Zeit wieder gegen frische ausgetauscht. Unglaublich wie viele Rinder wir zu Verfügung hatten! So ging das die ganze Woche. Die Rinder waren so frisch, dass sie meist schneller als uns lieb waren. Nachmittags kam ein Pferdetrainer mit drei Verkaufspferden auf den Hof.
Wieder einmal wurden frische Rinder auf den Platz gebracht, Ute und Uwe fragten beeindruckend die Leistungsfähigkeit der Tiere ab und danach hatten die erfahrenen Pferdetrainer einen Überblick über die Leistungsfähigkeit von jedem Pferd erhalten.
Danach ging es in´s Chillys zum Abendessen.
Die Magaritas waren „pretty good“! und wir beendeten den Abend mit dem Betrachten von Andys gemachten Fotos und Videos - und einigen Miller`s. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Andreas der immer wenn er nicht gerade selbst am Reiten war, beeindruckende Fotos und Videos machte.
Freitag, 08.05.2009
Am heutigen Morgen hatte unser Team das erste Mal ein geteiltes Programm. Uwe, Ute, Petra, Ralf und Tamara wollten zur Manion Ranch zwei Verkaufspferde ansehen und danach kurz zu Taylors, für Tamara ein paar richtige Sporen besorgen und Ute benötigte auch noch ein paar Kleinigkeiten. Vor allem wollte sie ihre letzten beiden Traveller Schecks los werden (die mittlerweile fast keiner mehr akzeptieren will) . Andy und Herby wollten zu Tim Mc Quay Reining Horses. Dort angekommen erlebten sie einen freundlichen Empfang und der Breeding Manager führte sie durch die ganze Trainingsanlage.
Im Hengststall sahen sie leider nur noch die leere Box von Hollywood Dun it – der ja leider verstorben ist.
Gunner dagegen konnten sie live bewundern, das war sehr beeindruckend.
Die Ställe waren voll klimatisiert!
Zwischen 50 und 70 Breeding Mares warteten auf ihre Besamung bzw. ihren Decksprung.
Insgesamt beheimatet die Anlage ca. 250 Pferde. Die Besichtigung der Abfohlboxen war ebenfalls sehr beeindruckend.
Die Fohlen konnten ihre Väter nicht verleugnen, so deutlich waren sie in ihnen zu erkennen. Nach einem Amerikanischen Frühstück mit Hash Brownes, Toast , eggs „easy over“ und Coffee, Coffee, Coffee fuhren sie zu einem Amerikanischen Ranchbedarf Store – dort wurden Hemden und Cappies im Workerstyle gekauft. Gegen 13 Uhr trafen alle wieder auf der +N Ranch in Gainsville ein . Das Satteln der Pferde und die Abläufe sind uns mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangen, – niemand braucht mehr zu fragen, was sich wo befindet. Es war ein schöner heißer Tag, mit Sonnencreme und Wasser bewaffnet ging es dann raus auf den Round Pen. Wir sind schon um einiges besser geworden und die Fortschritte sind bei jedem deutlich zu sehen. Die Kommentare unserer Trainer machten allerdings auch Fortschritte, einige Beispiele: Andy der Hamsterkiller und Petra die Zuckerpuppe aus der Augsburger Puppenkiste hatten ihre Nicknames weg! Loyd bemerkte, er könne mit dem Finger kräftiger kicken als Petra mit ihrem Bein.
Nun waren wir auch mit der Umsetzung der Kommandos vertraut – Beide Beine, Hände runter oder Stopp ihn, wir konnten jetzt schneller reagieren und hatten auch den Sinn dahinter verstanden.
Und dazwischen immer wieder Luke, der etwas klein geratene Bordercolly mit dem großen Herz und der unglaublichen Ausdauer, der fleissig seinen Job machte – auch seine Kommandos waren uns nun vertraut und der kleine taffe Kerl ans Herz gewachsen. Luke - down Luke – get out Luke – come over here
Auf Pfiffe reagierte Luke ebenfalls sehr schnell und war immer zu Stelle wenn es etwas für ihn zum Arbeiten gab.
Das war nun alles nicht mehr neu für uns Greenhorns und uns wurde bewusst, dass die Woche sich bald dem Ende neigen würde.
Diesmal hatte Tamara die „Waschanlage“ übernommen, die Pferde wurden alle zweimal shampooniert, abgespült und abgezogen und in die Box gebracht. Und auch an dieser Stelle waren wir uns alle einig, wir hatten wohl noch nie eine Anlage gesehen, in der alle Pferde so gepflegt und das Equipment so sauber war (Boots und Sattelgurte wurden nach dem Gebrauch täglich gewaschen). An diesem Tag haben wir alle fleißig mit angepackt, denn wir hatten für den Abend ein BBQ bei uns in Cowboy Town geplant. Einkäufe wurden verabredet und Salate gemacht. Unser kleines Team bestehend aus Ute, Herbert, Andy und Tamara machte sich auf den Weg zu einer Mall, die ca. 1 Stunde entfernt war. Am Eingang war klar, unter Berücksichtigung der Rückfahrzeit von wieder 1 Stunde, wir hatten nur ca 20 Minuten Zeit zum Shoppen! Ute fand ihre spezielle Pflegeserie, Tamara ein „Gewand“ (langes Kleid) für sich und zwei nette Kleidchen für ihre Töchter, leider blieb keine Zeit mehr um noch in der Herrenabteilung zu shoppen und Tamaras Mann ging leer aus. Herbert bekam ein Ed Hardy T-Shirt für seine Tochter Sina – wir stellten fest, dass Sina eine sehr glückliche Tochter ist, denn Daddy shoppte mehr als fleißig für sie und ihr Pferd
Wir kamen just in time in Cowboy Town an. Sieben vor sieben klingelte Utes Handy, Uwe der schon die ganze Woche an unseren Verspätungen litt, erkundigte sich wo wir blieben. Keine Angst, wir sind gleich da! Fleißig wurde das Buffet zusammen getragen, jeder steuerte etwas bei. Uwes Praktikantinnen Franzi und Simone Kartoffelsalat und gekochte Kartoffeln; Lorenas Eltern frische Paprika, Tomatensalat und Brot;
wir hatten die Getränke übernommen: Millers Light, Wasser und Coke.
Frank und Ulla, die fleißigen Helfer auf Arbeitsurlaub, besorgten die besten Steaks und Ringwürste überhaupt!
Außerdem mit von der Partie waren unsere Oberpfälzer Ralf und Petra, Chicken und Ulrike. Der Präsident der NCHA Germany , Nick war auch dabei. Holzkohlegeruch wehte uns um die Nase und wir ließen es uns so richtig schmecken.
Tamaras neue Gitarre wurde von Andy gespielt und Tamara sang Country Songs dazu. Nachdem der Applaus verebbte und die Band sich ein wohlverdientes Miller`s gönnte, übernahm wieder die Jukebox die Musik.
Und dann kamen sie…..! Elefantenmoskitos begleitet von riesigen Käfern, die wirklich überall hin krabbelten. Einer fand sogar den Weg unter Tamaras Gewand – da kam Freude auf. Es knackte kurz im Radio und überdeutlich wurde eine Tornadowarnung für einen nur 20 Meilen entfernten Ort durchgegeben – unheimlich!!! Gewitterwolken, Blitze und Regen bestimmten nun das Wetter. Uwe berichtete am nächsten Tag, bei ihm hatte es sogar gehagelt und auf der Ranch hatten sie vorsichtshalber die Pick Up`s in die Reithalle gefahren.
Die Cowgirls und -boys ließen den Abend entspannt ausklingen und mit dem Ende des BBQ setzte dann der Regen ein. Wir schafften es gerade noch ins Haus, bevor ein beeindruckendes Gewitter über uns hereinbrach.
Samstag, 09.05.2009
Nach wiederum nur 5 Stunden Schlaf klingelte der Wecker in den letzten Tag und der Trennungsschmerz war nun schon deutlich zu spüren. Andy, Herbert und Tamara hielten sich an ihren Kaffeetassen fest, hier und da eine Aspirin und dann frisch geduscht in den letzten Tag. Wir wollten unbedingt noch einmal aufs Pferd. Auf der Ranch angekommen – diesmal pünktlich – schauten wir Uwe beim Trainieren der Jungpferde zu, was übrigens jeden Tag zu bestaunen war! Es gab immer viel zu lernen, Uwe erklärte dabei viele Dinge.
Wir sattelten unsere Pferde für einen Ausritt auf dem Farmland. Viele tausend Hektar gehörten zur Ranch. Wir bestaunten die unglaublich schöne Landschaft, begegneten Wildschweinen, überquerten kleine Bachläufe und hatten jede Menge Spaß. Die Pferde waren so unglaublich cool.
Uwe erzählte uns einiges über das Leben auf der Ranch, über Cattledrives und Rinderhaltung und so weiter.
Nach dem Versorgen der Pferde sind wir noch in einen Hut - Store gefahren und Tamara hat ihren ersten Strohhut gekauft – very Cowgirl like.
Unsicher blickte sie in den Spiegel. Doch auch hier zeigte sich die Erfahrung von Ute: „der Hut sieht wirklich gut aus“, kommentierte sie und Tamara war überzeugt. Nach dem Stop mussten wir uns beeilen, denn wir wollten unbedingt pünktlich am Treffpunkt mit Uwe sein. Wir wollten den Abend mit allen, die auch schon beim BBQ dabei waren, in den Stockyards verbringen.
In den Stockyards angekommen besuchten wir noch in einige Stores. Leider fand Ute nicht den Sattel, den sie ihrem Kunden gerne mitgebracht hätte. Uwe konnte sich einen lässigen Spruch nicht verkneifen und bemerkte grinsend, dass Tamaras Jesusschlappen ja überhaupt nicht gingen. So wurde aus einem Kleid ein Gewand und aus netten Campern Jesuslatschen! Kurz und gut – mit Touristenguide Ute shoppten wir das letzte Mal und fanden auch noch ein paar stilechte Boots. Ausgestattet mit dem neuen Hut und den Boots bemerkte Ute: Endlich ein richtiges Cowgirl!
Nach der Stärkung mit Ribs und Bier ging es los zum Rodeo. Leider schaffte es beim Bullriding keiner der Cowboy´s auf 8 Sekunden und die Rodeoreiter konnten sich meist auch nicht besser halten.
Nächste Station: Billy Bob`s
Die Greenhorns trabten hinter Ute her zum Einlass – nur mit Ausweis! Der ein oder andere hatte das nicht gewusst – aber auch diese Problemchen waren schnell gelöst. Dort feierten wir mit allen, die auch schon beim BBQ, dabei waren unseren Abschied bei Bier, Whiskey Soda, Coke und jede Menge Musik und Tanz. Nach den ersten Bieren war klar: Wer Cutten kann, kann auch tanzen! Und das taten wir. Wir blieben bis zum letzten Akkord und trafen gegen 4.00 Uhr erschöpft zu Hause ein. Herbert, unser Fahrer - der mittlerweile wie ein waschechter Ami fuhr, hielt tapfer durch und war auch ohne Alkohol den ganzen Abend in ausgelassener Stimmung. Noch ein letztes Bier auf Herbert und ab ins Bett, eine Stunde und dreißig Minuten Kissen kuscheln. Als der Wecker klingelte, wollte es keiner wirklich hören. Der Kaffee konnte nicht stark genug sein und der Griff zur Aspirin erfolgte für manchen von uns geübt mit fast geschlossenen Augen. Doch die Kombination aus Dusche und Kaffee hat es dann doch gebracht und wir konnten uns wieder im Spiegel begegnen. Die Koffer waren schnell gepackt – hier und da noch einmal umgepackt – wir hatten dann doch ziemlich eingekauft – und alle Koffer hatten deutlich an Gewicht zu- im Gegensatz dagegen unsere Geldbeutel abgenommen. Jetzt bewährte sich der große Doge Van – ein kleineres Auto? No go!! Die Greenhorns drehten sich noch einmal um und waren sich einig, diese Woche hatte all ihre Erwartungen übertroffen! In jeder Hinsicht! Der Kurs war nicht zu toppen – wir haben so viel gelernt!
Ute und Uwe haben sich außerordentlich viel Mühe gegeben, uns alles ganz genau zu erklären. Sie haben uns Fehler aufgezeigt und uns die Korrektur gleich erleben lassen. Immer offen, immer einen lockeren Spruch auf den Lippen, immer easy und smart – so smart. Wir haben es genossen und danken unseren Trainern für die Möglichkeit, dass wir so viel Wissen und Erfahrung in Theorie und Praxis so intensiv erleben durften, dass sie darüber hinaus ihre Freizeit mit uns verbracht, uns zu Einkaufsmeilen oder Westernstores gelotst haben.
Danke für all das und noch viel mehr! Ein ganz besonderer Dank geht an Uwe: Danke dafür, dass wir so hochwertige Pferde reiten durften, das ist nicht selbstverständlich und wir wissen das zu schätzen!
Nun sind wir auf dem Weg nach Deutschland und nehmen eine Lebenseinstellung mit: Alles wird gut!!
Tamara Knell |
Cutting Clinic Texas










Foto: Ute Holm
























































Die Showeinlagen mit den Kindern waren sehr lustig und beim Barrelrace tobte die Meute als ein kleines Mädchen (zwischen 4 und 5) um die Barrels jagte.